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Mika - The Boy Who Knew Too Much

Der Junge, der zu viel wusste? Na jedenfalls eines auf alle Fälle: wie man ein gutes Popalbum produziert. Mika meistert die Herausforderung des schwierigen zweiten Albums und bringt mit "The Boy Who Knew Too Much" einen gelungenen Nachfolger für "Life In Cartoon Motion" auf den Markt. Thematisch gehts auf Reise zurück: Der Londoner hatte offenbar das dringende Bedürfnis, seine Jugend als schüchternes Immigrantenkind und Mobbingopfer aufzuarbeiten. Doch Mika wäre nicht Mika, wenn seine Songs nach purem Herzschmerz klängen - stattdessen streut er eine gehörige Portion Glitzer darüber. So werden die Tracks, mit Dancebeat unterlegt und vom Backgroundchor begleitet, erneut extrem poppig. Und die Melancholie seiner Texte klingt auf einmal nach Regenbogen.

Doch Mika wäre nicht Mika, wenn seine Songs nach purem Herzschmerz klängen - stattdessen streut er eine gehörige Portion Glitzer darüber. So werden die Tracks, mit Dancebeat unterlegt und vom Backgroundchor begleitet, erneut extrem poppig. Und die Melancholie seiner Texte klingt auf einmal nach Regenbogen. Tinnitus-Gefahr besteht dabei von Anfang an, schließlich kann der 26-Jährige verdammt hoch singen. "We Are Golden" knallt bunt, laut und motiviert zum Singalong. Noch quietschiger geht es weiter mit "Rain" und "Dr John". In "Blue Eyes" hat man fast das Gefühl, Mika hätte sich von lateinamerikanischer Musik inspirieren lassen. Allen Erwartungshaltungen zum Trotz und entpuppt sich aber auch dieser Track doch wieder als typischer Popsong. Mikas klassische Gesangsausbildung zeigte sich bereits in der ausgereiften stimmlichen Virtuosität auf dem Debüt. Mit "Toy Boy" setzt er jetzt noch einen drauf – von Querflöte, Klavier und Klarinette begleitet könnte der Song glatt aus der Feder von Andrew Lloyd Webber stammen. Man mag die mangelnde Weiterentwicklung monieren. Bei fast sechs Millionen verkauften Exemplaren des Vorgängers gibt es aber sicher auch Grund genug, dem eigenen Stil treu zu bleiben. Mika weiß, wo er steht: "Ich bin Popmusiker – kein Indieartist."

 

 
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